Mancher mag sich noch an das sperrige Frotpage-Programm von Microsoft erinnern, mit dem sich wie in einem Word-Dokument Webseiten gestalten ließen. Der große Vorteil war damals, dass es einen WYSIWYG-Editor hatte, mit welchem Änderungen also direkt angezeigt wurden. Das ist auch heute noch so geblieben: Ein gutes Webdesign-Programm muss einen WYSIWYG-Editor haben. Nur ist What you see is what you get (was Du siehst bekommst Du auch ) heute nicht mehr so einfach, denn es gibt nicht nur unterschiedliche Ausgabegeräte, sondern auch Formate und Größen. Deshalb sollte man den Editor der Webdesign-Software auf jeden Fall auch auf andere Geräte einstellen können. Manche Software liefert auch gleich den Code für ein Responsive Design mit, so dass man in dieser Hinsicht nicht selbst tätig werden muss.

Offline oder online editieren

Man muss bei der Software unterscheiden zwischen solcher, die offline funktioniert und zwar auch Vorlagen hat, dem Autoren aber größtmögliche Freiheit gibt und webbasierten Angeboten, bei denen meistens nur einige der Templates mehr oder weniger verändert werden können.

Der Vorteil bei einer webbasierten Lösung ist, dass man vieles von den Entwicklern abgenommen bekommt und sich zu einem großen Teil auf das Design konzentrieren kann. Allerdings muss man zum einen online sein (was für einen Webdesigner kein Problem sein sollte), hat aber zum anderen meistens auch nur eine eingeschränkte Auswahl und limitierte Möglichkeiten.

Da viele Designer nur Grundkenntnisse im Coding haben, sind auch solche Programme hilfreich, die mit wenig Code auskommen oder aber wie bei Coffee-Cup helfen, diesen zu vervollständigen oder Vorschläge zu machen. Man sollte auch als Designer ein wenig Code zumindest verstehen können und dann aus den entsprechenden Vorschlägen auswählen.

Einige Programme bieten auch eine Funktion, bei der man auf der einen Seite eine aktuelle Ansicht der Website und in einem Extrafenster den jeweiligen Code. Wer eher visuell arbeiten will, kann den WYSIWYG-Editor benutzen und nachschauen, ob der Code gut umgesetzt wird, oder umgekehrt den Code selbst schreiben.